Angesichts des Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage bei den Stahlpreisen wird mit einer weiteren Erhöhung gerechnet.
Während der Feiertage zum Frühlingsfest zeigten internationale Rohstoffe, allen voran Rohöl und Kupfer aus London, eine insgesamt starke Performance. Auch der Inlandstourismus und die Kinoeinnahmen entwickelten sich positiv, was den Markt optimistische Erwartungen für die Stahlpreise im Spotmarkt nach den Feiertagen weckte. Am 18. Februar eröffnete der Stahl-Spotmarkt planmäßig, doch die Futures für Betonstahl und warmgewalzte Coils wiesen am ersten Handelstag nach den Feiertagen einen Trend zu hohen Eröffnungs- und niedrigen Schlusskursen auf. Letztendlich schlossen die wichtigsten Kontrakte für Betonstahl und warmgewalzte Coils mit einem Minus von 1,07 % bzw. 0,88 %, wobei die Intraday-Schwankungen 2 % überstiegen. Für die unerwartete Abschwächung der Stahl-Futures nach den Feiertagen hält der Autor folgende zwei Hauptgründe für wahrscheinlich:
Die Erholungsdynamik des Aktienmarktes hat nachgelassen.
Betrachtet man den Markt seit Jahresbeginn, so zeigt sich, dass sowohl Stahlbeton als auch A-Aktien stark von makroökonomischen Faktoren beeinflusst wurden. Die Preistrends beider Anlageklassen weisen eine starke Korrelation auf, wobei A-Aktien eine eindeutig dominante Position einnehmen. Von Jahresbeginn bis Anfang Februar korrigierte der Shanghai Composite Index kontinuierlich, und Stahlbeton-Futures folgten diesem Beispiel, jedoch in deutlich geringerem Ausmaß als der Aktienmarkt. Nachdem der Shanghai Composite Index am 5. Februar seinen Tiefpunkt erreicht hatte, stabilisierte sich auch der Stahlbetonmarkt und erholte sich, wenn auch weniger stark als der Aktienmarkt. Vom 5. bis zum 19. Februar stieg der Shanghai Composite Index um insgesamt 275 Punkte und näherte sich nach der jüngsten rasanten Erholung der starken Druckmarke der 60-Tage-Linie. Der Widerstand gegen einen weiteren Ausbruch über diese Marke hat sich kurzfristig erhöht. In diesem Kontext schwächten sich die Stahl-Futures parallel zum Aufwärtstrend der A-Aktien weiter ab, und die vor dem Feiertag reduzierten und aufgelösten Short-Positionen summierten sich, was zu einem Umschwung des Marktes von steigend zu fallend führte.
Angebot und Nachfrage befinden sich in einer doppelten Schwächephase.
Derzeit befindet sich der Stahlverbrauch noch in der Nebensaison, und aufgrund der Feiertage zum Frühlingsfest ist die Stahlnachfrage in diesem Jahr weiterhin auf ihrem niedrigsten Stand. Erfahrungsgemäß wird sich der Gesamtstahlbestand in den nächsten vier bis fünf Wochen saisonbedingt weiter erhöhen. Obwohl die aktuellen Lagerbestände an warmgewalzten Coils und Betonstahl nach dem gregorianischen Kalender relativ niedrig sind, beläuft sich der zuletzt erfasste Gesamtbestand an Betonstahl nach dem Mondkalender, unter Berücksichtigung der Feiertage zum Frühlingsfest, auf 10,5672 Millionen Tonnen – ein Anstieg von fast 9,93 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Druck auf die Lagerbestände an warmgewalzten Coils ist etwas geringer; hier beträgt der Gesamtbestand zuletzt 3,885 Millionen Tonnen, ein Plus von 5,85 % im Jahresvergleich. Solange die Nachfrage noch nicht richtig angezogen hat und die Lagerbestände nicht abgebaut sind, könnten hohe Stahlbestände Preissteigerungen behindern. Aus den Erfahrungen der Vorjahre geht hervor, dass der Anstieg der Stahlpreise nach dem Frühlingsfest in der Regel eher von makroökonomischen Erwartungen als von fundamentalen Faktoren getrieben wird, und es wird erwartet, dass dies auch in diesem Jahr keine Ausnahme sein wird.
Obwohl die Stahl-Futures am ersten Handelstag nach dem Feiertag keinen guten Start hinlegten, bleibt der Autor hinsichtlich der Preisentwicklung von Stahl, insbesondere von Betonstahl, im weiteren Verlauf leicht optimistisch. Auf makroökonomischer Ebene hegt der Markt angesichts des aktuellen Drucks auf das Wirtschaftswachstum hohe Erwartungen an die Umsetzung makroökonomischer Maßnahmen. Kurzfristig dürften diese hohen Erwartungen angesichts der relativ stabilen Fundamentaldaten die Haupttriebrichtung des Marktes bestimmen. Angebot und Nachfrage werden sich nach dem Feiertag allmählich erholen, wobei die jeweilige Erholungsgeschwindigkeit von Interesse sein sollte. Die Differenz zwischen Angebot und Nachfrage könnte künftig im Fokus von Long-Short-Strategien stehen. Betrachtet man den Mondkalender, liegt die aktuelle wöchentliche Produktion von Betonstahl 15,44 % unter dem Vorjahreswert, während die wöchentliche Produktion von warmgewalzten Coils 3,28 % darüber liegt. Berechnungen zufolge beträgt die aktuelle Gewinnspanne für Betonstahl und warmgewalzte Coils, die vom Stahlwerksdirektor hergestellt werden, …


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