Auf der regulären Pressekonferenz des Handelsministeriums am 7. Juli wurde folgende Medienfrage aufgeworfen: Werden die hohe Inflation, der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, der die Rohstoffpreise in die Höhe treibt, und andere Faktoren auch in der zweiten Jahreshälfte die globalen Wirtschaftsaussichten weiterhin beeinflussen? Wie lautet die Einschätzung des Handelsministeriums zum chinesischen Außenhandelsumfeld in der zweiten Jahreshälfte, und welche Empfehlungen gibt es für außenhandelnde Unternehmen?
Als Reaktion darauf erklärte Shu Jueting, Sprecher des Handelsministeriums, dass Chinas Außenhandel seit diesem Jahr trotz vielfältiger Belastungen im In- und Ausland im Allgemeinen stabil geblieben sei. Von Januar bis Mai stiegen die Importe und Exporte, in Renminbi gerechnet, im Jahresvergleich um 8,3 %. Für Juni wird ein weiterhin hohes Wachstum erwartet.
Shu Jueting erklärte, dass die jüngsten Untersuchungen in verschiedenen Regionen, Branchen und Unternehmen gezeigt hätten, dass die Unsicherheit und Instabilität im chinesischen Außenhandel im zweiten Halbjahr zugenommen hätten und die Lage weiterhin komplex und angespannt sei. Die globale Wirtschaftsentwicklung dürfte sich aufgrund geopolitischer Konflikte und der beschleunigten Straffung der Geldpolitik in einigen Industrieländern voraussichtlich verlangsamen, und die Aussichten für das Handelswachstum seien nicht optimistisch. Im Inland habe sich die Außenhandelsbasis im zweiten Halbjahr zwar deutlich erhöht, die Gesamtkosten der Unternehmen seien jedoch weiterhin hoch, weshalb es ihnen nach wie vor schwerfalle, Aufträge zu akquirieren und den Markt zu erweitern.
Gleichzeitig bestehen weiterhin viele günstige Bedingungen für die Stabilität und Qualitätsverbesserung des Außenhandels im gesamten Jahr. Erstens verfügt Chinas Außenhandelsbranche über ein solides Fundament, und ihre langfristigen Grundlagen haben sich nicht verändert. Zweitens werden verschiedene Maßnahmen zur Stabilisierung des Außenhandels weiterhin umgesetzt und wirksam sein. Alle Regionen werden die Maßnahmen zur Epidemieprävention und -bekämpfung sowie die wirtschaftliche und soziale Entwicklung weiter koordinieren, die Strategien und Maßnahmen kontinuierlich optimieren und verfeinern und so die Widerstandsfähigkeit und Dynamik der Außenhandelsbranche stärken. Drittens ist die Wachstumsdynamik im Bereich der neuen Energien und anderer Branchen positiv und dürfte auch in der zweiten Jahreshälfte zum Wachstum beitragen.
Shu Jueting erklärte, dass das Handelsministerium im nächsten Schritt mit allen lokalen Behörden und zuständigen Stellen zusammenarbeiten werde, um Maßnahmen zur Stabilisierung des Außenhandels umzusetzen. Ziel sei es, den reibungslosen Ablauf des Außenhandels weiter zu fördern, die steuerliche und finanzielle Unterstützung zu erhöhen, Unternehmen bei der Auftragsakquise und Markterweiterung zu unterstützen, die Lieferketten der Außenhandelsbranche zu stabilisieren und Unternehmen weiterhin dabei zu unterstützen, die entsprechenden Maßnahmen optimal zu nutzen, um eine stabile und gesunde Entwicklung der meisten Außenhandelsunternehmen zu gewährleisten. Konkret gehe es erstens darum, Unternehmen bei der Senkung ihrer Betriebskosten zu unterstützen, ihnen die Nutzung von Exportkreditversicherungen zu erleichtern und ihre Fähigkeit zur Auftragsannahme und Vertragserfüllung zu verbessern. Zweitens würden Unternehmen bei der aktiven Teilnahme an Messen und Ausstellungen unterstützt, um ihre bestehenden Kundenbeziehungen zu festigen und neue Märkte zu erschließen. Drittens würden Unternehmen ermutigt, ihre Innovationsfähigkeit kontinuierlich zu verbessern, proaktiv auf die sich ändernden Bedürfnisse ausländischer Konsumenten zu reagieren und die Modernisierung des Außenhandels voranzutreiben.
Veröffentlichungsdatum: 13. Juli 2022


